Pressemitteilung
Datum: 19. März 2026
Personenschäden durch Baumsterben – BÜNDNISGRÜNE: Staatsregierung muss Klimaanpassung stärker in den Fokus rücken
Dresden. Im Großen Garten ist es im Jahr 2025 infolge abgestorbener Bäume und herabfallender Äste zu drei Personenschäden gekommen. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage des BÜNDNISGRÜNEN Landtagsabgeordneten Thomas Löser hervor.
„Das Baumsterben ist längst nicht mehr nur ein ökologisches Problem, sondern betrifft auch die Sicherheit der Menschen. Wenn in einer der größten Parkanlagen Sachsens Personen zu Schaden kommen, ist das ein ernstes Warnsignal.“
Der Staatsbetrieb Sächsische Schlösser, Burgen und Gärten hatte für das Jahr 2025 zusätzliche Baumpflegearbeiten in Höhe von rund 800.000 Euro angekündigt. Diese Maßnahmen dienten nach Angaben der Staatsregierung vor allem der Beseitigung abgestorbener Bäume und der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.
„Die Baumpflegearbeiten greifen aber zu kurz. Es reicht nicht, nur auf akute Gefahren zu reagieren. Wir müssen die Ursachen angehen“, so Löser. Deshalb fordert er: „Angesichts des dürrebedingten Baumsterbens als direkte Folge der Klimakrise muss die Staatsregierung auskömmliche Mittel für Baumpflege und Neupflanzungen in den kommenden Haushaltsentwurf einstellen. Zum Nulltarif können die Parks der Sächsischen Schlösser und Gärten nicht die schattigen Erholungsorte bleiben, die sie heute sind.„
Außerdem zeigt die Anfrage, dass deutlich mehr Bäume gefällt als gepflanzt wurden. Im Jahr 2024 gab es z.B. 425 Fällungen und nur 78 Neupflanzungen. Dazu gibt Löser zu Bedenken:
„Wenn es bei der Tendenz bleibt, wird es bald einer sehr lichter Großer Garten. Dabei profitieren wir alle von dieser grünen Lunge der Stadt. Der Freistaat muss bereit sein, dessen Zukunft zu sichern.„
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